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Kleinprojekte

In den Jahren 2020 bis 2023 haben LEADER-Regionen in Nordrhein-Westfalen die Möglichkeit, über den GAK-Sonderrahmenplan zusätzliche Fördergelder in Höhe von jährlich 200.000€ für sogenannte „Kleinprojekte“ in der Region zur Verfügung zu stellen.
Die LAG Oben an der Volme beabsichtigt, jährlich Fördermittel für Kleinprojekte in Höhe von 180.000€ zu beantragen und durch einen Eigenanteil auf 200.000€ aufzustocken.


Von der Idee bis zur Umsetzung

Mit einer Projektidee fängt alles an. Doch wie geht es dann weiter? Die folgende Übersicht zeigt die verschiedenen Schritte von der Idee bis hin zur ihrer Umsetzung. Diesen Weg geht der/die Projektträger/in jedoch nicht alleine. Alle Schritte werden von dem Regionalmanagement begleitet, das dem/der Träger/in jederzeit beratend zur Seite steht. Die Kontaktdaten des Regionalmanagements finden Sie hier.

5 Schritte bis zum Ziel:

 
Schritt 1: Aufruf zur Anfertigung und Einreichung einer Projektskizze
Im Rahmen der Kleinprojekte gibt es einmal im Jahr einen Projektaufruf, welcher vorab auf der Homepage der Region Oben an der Volme wie auch in der Presse angekündigt wird. Im Laufe des Aufrufs müssen Sie Ihre Idee in Form einer Projektskizze und eines Kostenplans einreichen.
Schritt 2: Beschluss der Lokalen Aktionsgruppe (LAG)
Nach der festgesetzten und bekanntgegebenen Frist werden die Projekte der Lokalen Aktionsgruppe Oben an der Volme (LAG) im Rahmen einer LAG-Sitzung zur Beschlussfassung vorgelegt. Jedes Projekt wird einzeln vorgestellt und auf der Grundlage objektiver Bewertungskriterien beschlossen. Sollten nach der ersten beschlussfassenden Sitzung noch freie Fördergelder zur Verfügung stehen, kann die LAG in einer weiteren Sitzung Folgeanträge beschließen.
Schritt 3: Anfertigung des Untermaßnahmenvertrags
Nach Beschluss der LAG zu den Projekten, die über den Ansatz „Kleinprojekte“ gefördert werden sollen, beantragt die LAG die benötigten Fördermittel bei der Bezirksregierung.

Wurde die Zuwendung der Kleinprojekte seitens der Bezirksregierung bewilligt, schließt die LAG wiederum mit Ihnen als Projektideengeber einen Untermaßnahmenvertrag. Hierfür müssen Sie als sogenannter "Untermaßnahmenträger" (sprich als Projektträger) Ihren Kostenplan mit Angeboten hinterlegen und weitere Unterlagen wie bspw. einen Nachweis der Vertretunsgberechtigung (z.B. Auszug aus dem Vereinsregister) oder ggf. Nachweise zu Nutzungsrechten beibringen.

Bitte lesen Sie sich den Weiterleitungsvertrag inklusive aller Anlagen und Nebenbestimmungen aufmerksam durch. Mit der Unterzeichnung des Vertrages verpflichten Sie sich zur Einhaltung der darin enthaltenen Vorgaben. Ist der Vertrag unterzeichnet, kann das Kleinprojekt umgesetzt und die Aufträge vergeben werden.

Schritt 4: Projektumsetzung und Abrechnung
Nun befinden Sie sich in der Umsetzungsphase. Die Abrechnung erfolgt im Erstattungsprinzip. Das bedeutet, dass Sie als Untermaßnahmenträger die Maßnahme zunächst vollständig vorfinanzieren müssen. Nach der Zahlung der Rechnungen stellen Sie einen Auszahlungsantrag an die LAG Oben an der Volme und belegen Ihre Zahlung(en) durch Kontoauszüge. Sie bekommen dann 80% der Gesamtsumme durch die LAG erstattet. Wichtig bei der Umsetzung ist, dass sobald sich etwas bei Ihnen ändert, Sie es dem Regionalmanagement umgehend melden!
Schritt 5: Projektende
Bis spätestens zum 01. Dezember des entsprechenden Jahres der Umsetzung sind dem Regionalmanagement Oben an der Volme die finalen Originalrechnungen und die entsprechenden Kontoauszüge als Zahlungsbelege vorzulegen. Falls das Projekt bis zu diesem Termin nicht abgeschlossen sein sollte, kann die Förderung in voller Summe zurückverlangt werden wurde.
Geschafft!
Herzlichen Glückwunsch! Sie haben Ihr Projekt erfolgreich abgeschlossen und konnten mit Hilfe der Fördergelder etwas Gutes in der Region bewirken. Nun heißt es Feiern!

Informationen und Formulare rund um die KLEINPROJEKTE

 
 

FAQs zu den Kleinprojekten

"Wer kann einen Förderantrag stellen?", "Was genau kann gefördert werden?". Diese und weitere Fragen rund um die Förderung der Kleinprojekte werden hier in aller Kürze beantwortet. Diese Zusammenfassung ersetzt allerdings nicht die Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung der Strukturentwicklung des ländlichen Raums, sondern dient einer ersten Orientierung. Im Zweifel gilt immer die aktuelle Fassung der offiziellen Richtlinie.

Wer kann einen Förderantrag stellen?
Alle privaten Organisationen wie Vereine oder Unternehmen und öffentliche Institutionen wie auch Privatpersonen können einen Projektantrag stellen. Sollten Sie in einer Kooperation zusammen kommen, bedenken Sie, dass lediglich ein Akteur, eine Institution etc. als Projektträger auftreten kann.
Wann kann ich mit meiner Maßnahme starten?
Erst mit Abschluss des Untermaßnahmenvertrags. Vergeben Sie z.B. schon vorher eine Leistung oder stellen jemanden ein, gilt das als „vorzeitiger Maßnahmenbeginn“, was eine Förderung ausschließt.
Was genau kann gefördert werden?
Die Idee sollte, um eine Förderfähigkeit zu erzielen, eine investive Maßnahme sein, die innerhalb des laufenden Jahres umgesetzt werden kann und deren Gesamtsumme zwischen 2.000 und 20.000 € liegt.

Zudem muss sie mindestens einem Ziel der Regionalen  Entwicklungsstrategie dienen als auch sich in den Förderbereichs "Integrierte ländliche Entwicklung" des GAK-Rahmenplans des Bundes einordnen lassen.

Die Umsatz-/Mehrwertsteuer ist förderfähig, vorausgesetzt der Antragsteller ist nicht vorsteuerabzugsberechtigt. Eigenleistung kann in Absprache mit dem Regionalmanagement bei gemeinnützigen Vereinen ggf. angerechnet werden. 

Gibt es etwas, das nicht förderfähig ist?
Es sind u.a. Doppelförderungen und Pflichtaufgaben (z.B. der Kommunen), nicht förderfähig.
Wie viel Förderung kann ich erhalten?
Sie können in der Regel 80 % Förderung erhalten. Über den genauen Fördersatz entscheidet letztendlich die LAG.
Wie kann ich die verbleibenden 20 % der Finanzierung zusammen bekommen?
Zur Deckung des Eigenanteils kann nur eigenes Kapital verwendet werden. Der Untermaßnahmenträger bestätigt schriftlich, dass der Eigenanteil durch ihn gesichert ist.

Spenden, welche zweckgebunden für das beantragte Projekt gespendet wurden, gelten als Einnahmen. Diese müssen angegeben werden und vermindern die zuwendungsfähigen Ausgaben und somit die Fördersumme. Dies gilt sowohl für zweckgebundene Spenden die vor, aber auch nach der Bewilligung der Maßnahme entgegengenommen wurden.

Nicht zweckgebundene Spenden an den Untermaßnahmenträger als solchen und nicht spezifisch für das Projekt sind für die Förderung nicht relevant und müssen auch nicht angegeben werden.

Bürgerschaftliches Engagement kann in Form von freiwilligen und unentgeltlichen Arbeitsleistungen unter bestimmten Voraussetzungen geltend gemacht werden.

Wie genau müssen die Kosten im Vorfeld aufgeschlüsselt sein?
Bei den Kleinprojekten werden keine Pauschalen gefördert. Das bedeutet, dass Sie schon im Vorfeld die genauen Kosten z.B. durch Angebote oder Kostenvoranschläge belegen müssen.

Diese Kostenplausibilisierung ist jedoch nicht gleichzusetzen mit der öffentlichen Vergabe von Aufträgen, sondern dient lediglich der LAG zur Prüfung Ihres Antrags! Bestehende Vergaberegelungen (z.B. für Kommunen) bleiben hiervon unberührt.

Wann kann ich mit dem Geld rechnen?
Sie müssen als Antragsteller zunächst in die finanzielle Vorleistung gehen, da nur bezahlte Rechnungen entsprechend des Fördersatzes erstattet werden. Sie müssen allerdings nicht bis zum Ende Ihres Projektes warten, sondern können auch schon währenddessen Teilauszahlungen beantragen.
Was muss ich bei den anfallenden Kosten beachten?
Kosten, die gefördert werden sollen, müssen dem Antragsteller, also dem Zuwendungsempfänger, entstanden und von diesem bezahlt worden sein.
Gibt es etwas bei Investitionen zu beachten?
Der Untermaßnahmenträger ist für 5 bzw.12 Jahre nach Fertigstellung für die geförderte Maßnahme verantwortlich und muss diese pflegen und bei Beschädigung Instand setzen oder auch ersetzen.

Zudem müssen alle eventuell benötigten bau- und umweltrechtlichen Genehmigungen vorhanden sein. Wenn sich im Nachhinein herausstellen sollte, dass nötige Genehmigungen nicht eingeholt wurden, können die Fördergelder zurückverlangt werden.

Europäischer Landwirtschaftsfonds

für die Entwicklung des ländlichen Raums. Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete unter Beteiligung des Landes Nordrhein-Westfalen.

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